Kunst und Kunsttherapie als Lernhilfe

Liebe Leserin, lieber Leser!

Auf der Suche nach Kunst, die mehr bietet als Unterhaltung und Gewinn, und an die Idee anknüpfend, dass Kunst eine Lernhilfe darstellen kann, biete ich seit mehreren Jahren „Kunst & Kunsttherapie“ an. Zunächst gründete ich ein sogenanntes Lernatelier, und später hatte ich die Möglichkeit, diese Idee innerhalb einer Institution mit Jugendlichen umzusetzen. In diesem Artikel möchte ich diese Aufgabe beschreiben.

Malen als Lernhilfe

Durch kreative Methoden sollten Jugendliche innere und äußere Bilder ausdrücken, ihre kreativen Fähigkeiten entwickeln und ihre sinnliche Wahrnehmung ausbilden können. Es wurden Bilder gestaltet und an die darin ersichtlich gewordenen Ressourcen angeknüpft, um die Jugendlichen in ihrer weiteren Entwicklung zu stabilisieren und zu fördern. So sollte ihnen eine Alternative zum Leben gezeigt werden, das sich im Allgemeinen auf soziale Netzwerke und Computerspiele reduziert. Die Jugendlichen sollten begreifen, dass das kreative Schaffen hilfreicher für ihr Leben und ihre Entfaltung ist als die stumpfe Beschäftigung mit dem Handy. Durch die Nutzung ihrer Fantasie und das Finden von Symbolen und Metaphern konnten sie ihren Horizont erweitern und wurden zum Denken angeregt. Somit hatte das Malen die Funktion einer Lernhilfe.

Malen gegen die Ohnmacht

Beim Malen üben und entwickeln Jugendliche ihre Entscheidungsfähigkeit an relativ einfachen Problemen. Sie müssen sich entscheiden, welches Format, welche Farbe, welche Form, welches Thema, welche Ausführung und welchen Rhythmus sie wählen wollen. Fehler können als Anstoß für weitere Schritte gewertet werden. Ermutigend kann die Tatsache wirken, dass Dinge tatsächlich verändert werden können. So wird aus dem Gefühl der Ohnmacht das Wissen, dass sie selbst Gestaltende ihres Lebens sind.

Malen, um Kontakt herzustellen

Wenn Jugendliche besonders zurückgezogen, gehemmt und sprachunfähig sind, hat das Malen ein großes Kontaktpotenzial. Die Artikulation ihrer Gefühle fällt vielen Jugendlichen schwer, oder sie verweigern diese. Im Bild können Voraussetzungen geschaffen werden, sprachliche Seiten zu aktivieren und das Interaktionspotenzial der Jugendlichen zu fördern. Malen ist das geeignetste Mittel, um nonverbale Empfindungen umzusetzen, denn es ist vertraut, vielfältig und sichtbar. In der Begegnung mit dem eigenen Bild, das Ausdruck von bewussten oder auch unbewussten Gefühlen und Bedürfnissen ist, bietet die kunsttherapeutische Intervention eine Basis zur Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeit.

Malen gegen die Wut

Malen hilft auch, Aggressionen abzubauen. Die Wut kann in Handlungen umgesetzt werden. Das verschafft Befriedigung. Anstatt mit dem Pinsel kann zum Beispiel mit den Händen gemalt werden, sodass der Druck direkt gespürt wird. Die Bewegungen werden der Wut angepasst. Oder die Jugendlichen können, wenn dies sinnvoller erscheint, durch das Malen zu Musik beruhigt werden und in Farben ihren Ausdruck finden. Techniken, bei denen sich die Jugendlichen auflockern und ihre Verkrampfungen auflösen können, können dazu führen, dass sie ganz neue Erfahrungen von sich selbst machen.

Förderung der sozialen Kompetenzen

Jugendliche haben einen Drang nach Loslösung und nach Individuation (Selbstwerdung). Diese sind der Motor des Lernens. Diesen Kräften stehen die Widerstände Unvermögen und soziale Anpassung gegenüber. Das sind Realitäten, mit denen sich gerade Jugendliche auseinandersetzen müssen. Sie müssen ihre Grenzen kennenlernen. Wenn Jugendliche in der Gruppe malen, lernen sie, Regeln des Zusammenseins zu beachten. Konflikte können ausgetragen werden. Expressionistische und abstrakte Bilder geben ihnen die Möglichkeit, sich ungeachtet ihrer negativen Selbsteinschätzung auszudrücken.

Wenn Jugendliche ein gemeinsames Bild gestalten, lernen sie, auf die Individualität und den Stil der anderen zu achten und sie bestehen zu lassen. Es wird darauf Wert gelegt, dass sie erkennen, dass ein Einzelner niemals eine solche Vielfalt herstellen kann. Dies ist eines der größten Lernziele der Gruppenarbeit.

Kunst und Therapie

Künstlerische Werke zu erstellen ist etwas anderes als Kunsttherapie, bei der das kreative Werk therapeutische Funktion hat, auch wenn diese beiden Maßnahmen nicht immer klar voneinander abgegrenzt werden können, denn jede Gestaltung eines Bildes hat auch therapeutischen Wert und viele therapeutische Werke sind künstlerisch interessant. Doch während beim Ersten die Ästhetik im Vordergrund steht, dreht sich im Zweiten alles um den psychologischen Aspekt. Diese Werke sollten niemals einer Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Auktion von Bildern von Jugendlichen im Mai 2019

Wenn du Interesse an meiner kunsttherapeutischen Begleitung hast, dann freue ich mich, wenn du meine Seite http://www.a-primus.at besuchst.

Hier findest du einen Artikel, der meine Arbeit beschreibt.

Alles Liebe,

A.P.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fünf Wege, um den für dich passenden Beruf zu finden

Wie finde ich den richtigen Beruf für mich? Entdecke deine Fähigkeiten und stärke dein Selbstvertrauen durch Kunsttherapie!

A.Primus, Wien, 19.09.2018

Liebe Leserin, lieber Leser!

Solltest du dir nicht sicher sein, welche Ausbildung oder welcher Beruf zu dir passt, dann könnte ein kunsttherapeutisches Coaching weiterhelfen.

Ich habe die Ausbildung zur Kunsttherapeutin in einer Zeit begonnen, in der ich als Berufs- und Bildungsberaterin tätig war. Damals wandte ich instinktiv bereits zahlreiche kreative Methoden an und konnte mein Repertoire durch die Ausbildung um ein Vielfaches erweitern.

In der Kunsttherapie werden innere Bilder nach außen gekehrt, verborgene Wünsche können entdeckt, Ziele formuliert und Blockaden gelöst werden. Und genau diese Aspekte sind bei der Berufswahl besonders wichtig. Die kreative Herangehensweise ist besonders dann geeignet, wenn sie verbal nicht oder noch nicht zum Ausdruck gebracht werden können.

Beispiele:

Das therapeutische Triptychon

Diese Methode eignet sich, um dir zunächst darüber klar zu werden, wie deine momentane Lebenssituation aussieht, was du gerne zurücklassen möchtest, und was du dir für die Zukunft wünscht. Bei dem Triptychon handelt es sich um ein in drei Spalten gefaltetes Blatt, in dessen mittlerer Spalte du zunächst die Gegenwart darstellst. In einem zweiten Schritt zeichnest du in die linke Spalte alles, was du nicht mehr in deinem Leben haben willst. Und zuletzt malst du in die rechte Spalte dein Wunsch-Ich.

Der Lebensfluss

Bei dieser Übung besinnst du dich auf alle wichtigen Ereignisse in deinem Leben. Du malst einen Fluss, in den du symbolisch Erinnerungen einzeichnest. Vergessen geglaubte Begebenheiten kommen dadurch wieder zum Vorschein. Es ist eine Möglichkeit, sich mit sich selbst und dem bisherigen Lebensweg auseinanderzusetzen, der Tendenzen und Vorlieben aufzeigen kann.

Mein Weg zum Ziel

Wenn du bereits ein Ziel definieren kannst, wie einen Berufswunsch, den Berufswechsel oder die Arbeitsuche an sich, dann kannst du dich malerisch mit dem Weg zu deinem Ziel auseinandersetzen. Zeichne eine Sonne in die rechte obere Hälfte, in die du dein Ziel schreibst. Danach zeichne einen Weg quer über das Blatt. Unten links kannst du dich selbst darstellen. Den Rest des Bildes kannst du mit einer Landschaft versehen. Dein Weg wird Hürden und Steine aufweisen. Zeichne diese ein und schreib mögliche Schwierigkeiten auf deinem Weg dazu. Vielleicht hast du auch etwas Angst, dann stelle dies durch einen dichten dunklen Wand dar und werde dir deiner Ängste und Befürchtungen bewusst. Da gibt es aber auch sicher Menschen, die dich unterstützen. Wer sind diese? Platziere sie im Bild. Und es wird Dinge geben, die dir guttun, dich stärken, ein Ort, an dem du Kraft tanken kannst. Dies kannst du etwa durch eine Bank oder ein Sofa symbolisieren. Gestalte deinen Weg zum Ziel, wie es dir gefällt.

Collage: Tätigkeiten und Berufe

Bist du dir im Klaren darüber, welche Tätigkeiten du gerne ausüben möchtest? Wenn nicht, dann gestalte eine Collage zu diesem Thema. Du brauchst ein großes Papier, auf dem eine weitere Person deine Silhouette nachzeichnet. (Alternativ kannst du natürlich auch ein kleineres Blatt verwenden oder selbst die Andeutung deiner Körperform zeichnen.) Suche dir aus Zeitungen und Zeitschriften Bilder aus, die dich ansprechen, und klebe diese innerhalb der Körperkontur auf. Du kannst auch schreiben und zeichnen oder malen. Wenn du fertig bist, betrachte deine Collage und überlege dir berufliche Tätigkeiten und Berufe dazu. Du wirst überrascht sein, wie viel die Bilder aussagen und wie viele Berufe daraus abgeleitet werden können.

Ein Brief an mich selbst

Stell dir vor, du bist viel älter als zum jetzigen Zeitpunkt, vielleicht 20 oder gar 50 Jahre in der Zukunft. Schreibe dir einen Brief aus der Sicht dieser älteren Person. Wie ist dein Leben weiter verlaufen? Wozu beglückwünschst du dich? Was hast du verändert? Womit bist du zufrieden? Lass deiner Fantasie freien Lauf! Schränke dich nicht selbst ein! Äußere Wünsche und Visionen, auch wenn sie dir zum jetzigen Zeitpunkt vielleicht nicht realisierbar erscheinen.

In dieser Übung machst du dir Gedanken über den weiteren Verlauf deines Lebens. Wie wird sich dein Leben verändern? Hast du Träume und Visionen, die du gerne verwirklichen möchtest? Oder bist du mit allem zufrieden, so wie es ist? Solltest du dich verändern wollen, hast du mit dieser Übung einen ersten Schritt in die richtige Richtung gesetzt, denn Veränderung entsteht zunächst einmal im Geiste. Bevor das nicht geschieht, wird sie unmöglich eintreten können, es sei denn, du verlässt dich darauf, dass das Schicksal oder gar andere Menschen den Verlauf deines Lebens bestimmen.

Durch den Perspektivenwechsel, der dir aus der Sicht einer älteren Person ermöglicht wird, kannst du dich im Idealfall auf das besinnen, was noch geschehen soll und welchen Weg du einschlagen möchtest.

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Brauchst du Unterstützung beim Finden des passenden Berufs oder der passenden Ausbildung für dich? Dann freue ich mich, wenn du mich über https://www.a-primus.at kontaktierst!

Alles Liebe, A.P.

Wie du lernst, mit einem belastenden Thema besser umzugehen

Wie kann ich das, was mich belastet, und was ich nicht ändern kann, leichter akzeptieren? Die folgende kunsttherapeutische Übung hilft dir dabei!

A.Primus, Wien, 18.09.2018

Liebe Leserin, lieber Leser!

Wir Menschen haben immer irgendwelche Probleme. Sei es ein Streit, Unbehagen in der Arbeit, das Älterwerden, körperliche Gebrechen, Arbeitslosigkeit, Unsicherheit, Einsamkeit, um nur einige zu nennen. Jeder Mensch ist betroffen. Unterschiede gibt es jedoch im Stellenwert, den wir den einzelnen negativen Einflüssen und Befindlichkeiten beimessen. Bei den einen überschattet das Problem das ganze Leben, die anderen haben gelernt, es zu akzeptieren, an Lösungen zu arbeiten und vor allem, nicht nur das Problem zuzulassen, sondern auch jene Anteile, die gut funktionieren, wahrzunehmen.

Die unterschiedliche Wahrnehmung bestimmt, wie zufrieden du im Leben bist. Wenn du meinst, den eher Unglücklichen anzugehören, kannst du etwas dagegen tun, um glücklicher zu werden. Hier möchte ich eine kunsttherapeutische Methode vorstellen, die ich für sehr wirksam halte, denn sie leugnet das Problem nicht, sondern weist ihm einen bestimmten Platz im Leben zu. Das führt dazu, dass wir es einerseits als einen Teil unseres Lebens akzeptieren können, es aber andererseits nicht ins Unermessliche wachsen lassen.

Anleitung:

1. Benenne dein belastendes Thema oder Problem

2. Überlege, welchen Stellenwert du ihm zur Zeit gibst und zeichne locker mit einem Bleistift ein Viereck auf ein Blatt Papier, und zwar in der Größe, die das Thema in deinem Leben einnimmt.

3. Überlege nun: ist das Viereck angemessen groß oder überschattet es alles andere? Wenn Letzteres der Fall ist, dann radiere das Viereck aus und platziere es neu, passe die Größe dem Stellenwert, den du dem Thema in deinem Leben zu geben bereit bist, an.

4. Zeichne den Rahmen des Vierecks dick nach und male nun ein Symbol oder Bild für dieses Problem in die freie Fläche hinein.

5. Außerhalb des Vierecks hast du nun wahrscheinlich eine größere leere Fläche. Diese steht dir für die schönen Seiten in deinem Leben zur Verfügung. Finde Farben, Symbole, Worte oder Bilder dafür, erinnere dich an schöne Momente, denke an Menschen, die für dich da sind, und konzentriere dich auf das Gute, das dir widerfahren ist. Übertrage all das auf die leere Bildfläche außerhalb des Vierecks.

Viereck
In diesem Viereck wurden körperliche Einschränkungen dargestellt. Die warme Farbgebung außerhalb des Vierecks  symbolisiert die positive Seite des Lebens.

Am Ende wirst du erkennen, dass dein Thema oder Problem zwar ein Teil deines Lebens ist, aber auch, dass dein Leben viel Gutes zu bieten hat. Wenn du dein Ergebnis mit mir besprechen möchtest, kontaktiere mich bitte über https://www.a-primus.at

Alles Liebe, A.Primus

Die dunkle Seite der Seele

Was kann ich tun, um mich in der Welt besser zurecht zu finden, mich selbst so zu akzeptieren, wie ich bin, und die Fehler meiner Mitmenschen gelassener zu nehmen? Die Beschäftigung mit den eigenen Schattenseiten hilft dabei!

Wien, 5.9.2018 von A.Primus

Eine Klientin erzählte mir Folgendes: An einem Morgen fuhr sie mit dem Auto zur Arbeit. Als sie einmal rechts abbog, traf sie auf einen Müllwagen, der sie am zügigen Weiterfahren hinderte. Hinter ihr zwei wild hupende Autos, die den Müllwagen noch nicht im Blickfeld hatten. Sie bemühte sich, ruhig zu bleiben und das ungerechtfertigte Hupkonzert zu ignorieren. Als die Sicht auf die linke Fahrspur gegeben war, fuhr sie am Müllwagen vorbei und hielt sich an die vorgegebene Geschwindigkeitsbegrenzung. Das Auto hinter ihr überholte sie auch noch. Da riss plötzlich ihr Geduldsfaden, ihr Herz raste, sie fing an, mit den Armen zu fuchteln, um dem Fahrer ihre Empörung zu vermitteln, und war nah daran, stehen zu bleiben, aus dem Auto zu steigen und sich mit dem Mann im Fahrzeug vor ihr anzulegen. Alle Furcht oder Gedanken an Konsequenzen waren gewichen. Sie wäre zu allem, sogar zu einem tätlichen Angriff, imstande gewesen, so wütend war sie. Da der Wagen vor ihr jedoch abbog, fuhr sie weiter und hielt an der nächsten Ampel bei Rot an. Das zweite Auto, das sie angehupt hatte, kam neben ihr zum Stillstand, und der Fahrer bat sie körpersprachlich um Entschuldigung.  Damit war sie wieder einigermaßen befriedet, doch das Entsetzen über ihre eigenen heftigen Gefühle blieb.

Die verborgene Seite hinter der Maske

Völlig irritiert von ihrer eigenen heftigen Reaktion, die sie an sich nicht vermutet hatte, wandte sie sich an mich, um sich kunsttherapeutisch begleitet mit ihrer eigenen dunklen Seite zu beschäftigen. Das ist jene Seite, die hinter der Maske, die wir tragen, verborgen ist. Jene Seite, die wir womöglich abgespalten haben, weil wir sie nicht wahrhaben wollen. Die Klientin hatte sich über die Rücksichtslosigkeit, die Ungeduld und die Aggression, die durch das Hupkonzert der beiden anderen Verkehrsteilnehmer zum Ausdruck gebracht wurde, extrem aufgeregt, sodass sie ihrerseits aggressiv und ungeduldig wurde, und ohne Rücksicht auf Verluste zu handeln bereit war. Hier stellte sich die Frage, warum sie die Personen in den beiden Fahrzeugen nicht einfach ignorierte und belächelte. Hatte sie vielleicht selbst diese Eigenschaften in sich, sie aber bereits abgelehnt und verdrängt?

Laut C.G. Jung sind wir nicht „ganz“, solange wir die dunkle Seite unserer Seele nicht erkannt und liebevoll angenommen haben.

Wann ärgern wir uns über reale Fehler anderer Menschen?

„Man kann an anderen nur das ertragen, was man an sich selbst ertragen kann.“ (Baldwin James, zit. nach Ford 2011, S.100). Kannst du eine Eigenschaft an dir selbst nicht akzeptieren, wehrst du dich gegen sie, spaltest sie ab, und dann stört sie dich an deinen Mitmenschen. Warum sonst macht es manchem nichts aus, wenn ein Mitmensch z.Bsp. neugierig ist, während es einem anderen unangenehm ist, wenn jemand diese Eigenschaft hat? Weil letzterer seine eigene Neugierde ablehnt und unterdrückt! Das gleiche können wir mit Geiz, mit Lügen, mit Geltungsbedürfnis usw. anstellen. Dich stört das Geltungsbedürfnis eines anderen dann, wenn du es selbst hast und nicht ausleben kannst. Du kommst selbst zu wenig zur Geltung, obwohl dieses Bedürfnis in dir steckt. Lebst du es aus, verschaffst du dir also Geltung, dann stört es dich bei anderen wahrscheinlich eher weniger.

Natürlich gibt es Grenzen. Wir alle hassen Gewalttäter, Unterdrücker und Despoten, und sollten dennoch nicht in deren Fußstapfen treten. Wir alle reagieren auf Verletzungen durch andere, die nicht unbedingt mit unseren eigenen Schattenseiten zu tun haben. Wenn du dich aber selbst beobachtest, wirst du feststellen, dass du dich im Alltag über viele Dinge aufregst oder ärgerst, die dich im Grunde in keiner Weise beeinträchtigen.

Oft ist der Ärger Projektion

Unsere verdeckten Unzulänglichkeiten projizieren wir oftmals auf andere. Das heißt, sie sind den einzelnen Personen oder auch Personengruppen nicht einmal eigen. Wir brauchen gar nicht mit ihnen in Berührung zu kommen, um all unsere eigenen unterdrückten negativen Eigenschaften auf sie zu projizieren. Wir ärgern uns über andere, verurteilen sie, empfinden sie als dumm, hässlich, verrückt, geizig, unausstehlich, falsch, arrogant, besserwisserisch, ignorant, verachtenswert, konservativ uvm. Lernen wir sie kennen, müssen wir unser Urteil oft zurücknehmen. Spätestens dann sollten wir uns fragen, was diese Person oder Gruppe in uns ausgelöst hat, das allein mit uns zu tun hat. (Die Projektion funktioniert übrigens auch sehr gut mit positiven Eigenschaften, z.Bsp. wenn wir verliebt sind. Auch hier ist Vorsicht geboten, denn die Desillusionierung nach einer gewissen Zeit kann ebenfalls problematisch sein.)

Die eigene dunkle Seite erkennen

Auch wenn es schmerzhaft sein kann, Seiten an sich aufzudecken, die man sein ganzes Leben lang auszumerzen versucht hat, weil man sie ablehnt, letztlich ist es ein Weg, um in Einklang mit sich selbst und der Welt zu leben. So kannst du hinter deine Maske blicken und dich von deinem Unmut befreien und frei sein. Bedenke dabei aber, dass diese Freiheit darin besteht, deine negativen Seiten anzunehmen und ihre Funktion verstehen zu lernen, aber nur dann auszuleben, wenn niemand dabei verletzt wird. Das ist wichtig, denn ansonsten herrscht Krieg, welcher der Inbegriff der unterdrückten Schattenseiten ist, die dann zum Vorschein kommen.

Wie kannst du nun verborgene Seiten an dir aufdecken?

Schreibe drei Personen auf, die du nicht leiden kannst. Schreibe zu jeder Person drei Eigenschaften auf, die du ablehnst. Du kannst davon ausgehen, dass jene Eigenschaften, die du an diesen Personen am meisten ablehnst, also jene, bei denen du ein heftiges Gefühl empfindest, genau jene sind, die auch dir selbst in deinem Schatten eigen sind. Vielleicht bist du dir dessen nicht bewusst oder du sträubst dich jetzt besonders heftig gegen diesen Gedanken. Je unangenehmer es für dich ist, desto ausgeprägter ist diese Eigenschaft in deinem Schatten.

Alternativ kannst du dir auch ausmalen, dass in einer Zeitung ein Artikel über dich erscheint, der das Schlimmste und Schmerzvollste über dich berichtet, was du dir vorstellen kannst. Dies gibt ebenfalls Aufschluss über die Eigenschaften, die du dir selbst nicht zugestehst.

Wie werden die negativen Eigenschaften für dich anschaulicher?

Negative Eigenschaften können benannt und als Subpersönlichkeiten wahrgenommen werden. Gib ihnen einen Namen! Beispiele, wie die falsche Rita, die leidende Brunhilde, der dumme Kaspar, der geizige Fridolin, die dicke Riecke, die vulgäre Jacqueline, der aggressive Johannes usw. helfen, ihnen den Ernst zu nehmen. Stelle diese Figuren bildlich dar, male oder zeichne sie. Dadurch externalisierst du das Gefühl, das sie in dir auslösen.

Drei Subpersönlichkeiten eines Klienten (Veröffentlichung ausdrücklich genehmigt)

In einem nächsten Schritt schreibe deine Gedanken dazu. Woher kommen diese Subpersönlichkeiten, von denen wir übrigens alle unzählige besitzen? Welchen Nutzen kannst du aus ihnen ziehen? Alles hat zwei Seiten – jede negative Seite hat auch ihren Nutzen bzw. ihre Funktion. Beispiele: Falschheit hat oft die Funktion, andere nicht zu verletzen; Geltungsbedürfnis, sein Wissen und Können weiterzugeben; Dominanz, Stärke; Besserwisserei, zu helfen; Schwäche, Schutz oder sich fallen lassen zu können; Verlorenheit, aktiv nach einem besseren Leben zu suchen; Hässlichkeit, an seinem eigenen Aussehen zu arbeiten; Außenseiter zu sein, kein Mitläufer zu sein.

Welches Geschenk machen dir deine negativen Seiten? Kann dir z.Bsp. der aggressive Johannes auch etwas wie Durchsetzungsvermögen geben? Oder die vulgäre Jacqueline das Streben nach Bekanntschaften zu feinen, interessanten Charakteren und einem eleganten, stilvollen Äußeren?

dumme kuh
Eine Klientin zeichnete ihre innere „dumme Kuh“

Zurück zur Klientin

Die eingangs beschriebene Klientin, die von ihrer eigenen Wut so schockiert war, erkannte, dass sie aufgrund ihrer Familiengeschichte und –konstellation stets darauf bedacht war, lieblich und ruhig zu sein und ihre Wut zu unterdrücken. Sie verachtete Menschen, die sich nicht im Griff hatten und aggressiv wirkten. Diese Seite, die sie nun an sich entdeckt hatte, nannte sie die „tobende Ruth“ und gab ihr zeichnerisch ein Gesicht. Die Funktionen, die sie ihr zuschrieb, waren Durchsetzungsvermögen, Mut und Kraft. Auch Intoleranz und Ungeduld waren Seiten, die sie an sich selbst entdeckte. Sie nahm auch diese Eigenschaften nun an und musste sie nicht mehr auf andere Personen projizieren, oder wenn sie sie an anderen tatsächlich entdeckte, konnte sie in irritierenden Situationen die „tobende Ruth“ in sich erkennen und ihr den Wind aus den Segeln nehmen.

(Das Beispiel im Straßenverkehr habe ich übrigens deshalb gewählt, weil wir in der relativen Anonymität unseres Autos besonders gerne unsere Masken fallen lassen…)

Willst auch du dich freier fühlen und dich nicht mehr so über andere ärgern, dann entdecke durch die Kunsttherapie unter www.a-primus.at deine eigene dunkle Seite.

Alles Liebe einstweilen,

A.Primus

Literatur:

Dahlke, Rüdiger. 2017. Das Schattenprinzip. Die Aussöhnung mit unserer verborgenen Seite. Verlag: Arkana: München, 9. Auflage.

Ford, Debbie. 2011. Schattenarbeit. Wachstum durch die Integration unserer dunklen Seite. Wilhelm Goldmann Verlag: München, 5. Auflage.

Richtig Abschalten mit Ausmalbildern

Wie kann ich am besten abschalten und mich entspannen? Mit Ausmalbildern gelingt es garantiert!

Wien, 26.07.2018

Liebe Leserin, lieber Leser!

Ich habe viele Ausmalbilder gezeichnet und möchte sie dir zur Verfügung stellen.

Auch wenn Kunsttherapie viel mehr ist als das Ausmalen eines vorgezeichnetes Bildes, so hat dieser Trend doch seine Berechtigung. Denn es ist eine sehr kontemplative Tätigkeit, die uns den Leistungsdruck, dem wir im Alltag oft ausgesetzt sind, nehmen kann.

Hier stelle ich einige Beispiele zur Verfügung. Gerne sende ich dir noch mehr davon. Bitte kontaktiere mich unter http://www.a-primus.at

Versuche es, und mach‘ dir – im wahrsten Sinne des Wortes – selbst ein Bild davon.

Alles Liebe, A.P.

EASE – Prüfungsängste und Blackout überwinden

Wie kann ich meine Prüfungsängste besiegen, mein Lampenfieber reduzieren und meine Blackouts vermeiden? Durch kunsttherapeutische Übungen und Entspannungstechniken wird eine deutliche Verbesserung eintreten.

Wien, 19.07.2018

Liebe Leserin, lieber Leser,

heute möchte ich dir ein von mir entwickeltes Modell vorstellen, das auf kreativen Methoden basiert, und das dich dabei unterstützt, Prüfungsangst, Lernblockaden und Blackout zu reduzieren, deine Fähigkeiten zu entdecken und dein Selbstwertgefühl und Durchsetzungsvermögen zu stärken.

Das Akrostichon EASE

(engl. für lindern, entschärfen, entspannen) steht für die vier Stufen bzw. Teilziele der Methode:

  • E wie Erkennen der Hintergründe für Prüfungsängste und Blackout
  • A wie Akzeptieren der eigenen Lebensgeschichte sowie der eigenen Person, so wie sie ist
  • S wie Stärken des Selbstwertgefühls und
  • E wie Entspannen lernen, um übersteigerte Nervosität und Blackout zu überwinden

Dabei setze ich kreative Ausdruckstechniken, Fantasiereisen, Märchenarbeit sowie systemisch-lösungsfokussierte Methoden ein, um deine unbewussten Blockaden zu erkennen und deine Entwicklungspotenziale zu aktivieren.

Ich bediene mich dabei hauptsächlich zweier Richtungen der Psychotherapie, jener C.G.Jungs und der systemisch-lösungsfokussierten Methode. Während der Jung’sche Ansatz einen tiefenpsychologischen Hintergrund hat, der sich etwa mit Archetypen, dem Dialog zwischen Bewusstsein und dem Unbewussten oder den Ursachen von Komplexen beschäftigt, so konzentriert sich die systemisch-lösungsfokussierte Methode nicht auf die Ursache eines Problems, sondern auf deren Lösung. Du sollst ja Ziele entwickeln und auf die Ressourcen in deinem System zurückgreifen können.

Ausgewählte Methoden

E… Erkennen

Um die Ursachen für Ängste und Nervosität in bestimmten Situationen zu erkennen, bedarf es zunächst

  • der Aufarbeitung von lebensgeschichtlich relevanten Erlebnissen sowie
  • der verschiedenen Aspekte der Persönlichkeit und
  • der Beschäftigung mit dem System, in welchem du agierst.
  • In der Kunsttherapie werde ich dir Texte vorlesen und Anleitungen zum Malen und Zeichnen, kreativem Schreiben oder Arbeiten mit Ton geben. Je nach Ermessen kann das Malen einer Szene aus einem Märchen Aufschluss über dein ganz persönliches, vielleicht verborgenes Thema geben. Dadurch wirdt du Erkenntnisse darüber gewinnen, woher die Ängste und Blockaden kommen könnten. Auch Traumarbeit, Verfassen von kompakten kreativen Texten, Schattenarbeit und mehr kann dir dabei helfen.
Märchenszene

Der Ohnmacht entkommen

Ebenso kann eine Art Systembrett zum Einsatz kommen. Du suchst dir für alle Personen um dich herum Repräsentanten (z.Bsp. kleine Gegenstände, Legosteine, Tierfiguren usw.) aus, die für einzelne Personen oder Systemteile stehen, und ordnest sie so an, wie es aus deiner Sicht der Beziehungsstruktur der einzelnen Systemteile oder Personen untereinander entspricht. Das aufgestellte Bild ist eine Externalisierung („Nach-Außen-Kehren“) des inneren Bildes. Die Arbeit mit dem Systembrett kann durch Malen und Zeichnen ersetzt werden. Das heißt, du zeichnest die Personen aus deinem Umfeld und veränderst das Bild nach Wunsch, indem du ein Transparentpapier darüber legst und die Anorndung der Personen so zeichnest, wie es sich gut für dich anfühlt.

Durch die Visualisierung wird Überblick und eine neue Perspektive geschaffen, und du gelangst aus einer ohnmächtigen „mir geschieht“ – Rolle in die weitaus mächtigere „ich mache“ – Rolle. Du kannst dich so (wieder) als GestalterIn deines Lebens wahrnehmen. Das Systembrett ist ein Kommunikationsmittel und dient der Metakommunikation vor allem über Beziehungen.

Eine weitere Methode wäre, alle Personen aus Familie und Umfeld als Tiere darzustellen und deren Bedeutung für dich herauszufinden.

A… Akzeptieren/Annehmen

Deine Geschichte und deine Person sollen von dir so angenommen und geliebt werden, wie sie sind. Das Erkennen und Akzeptieren der eigenen Schatten (der von dir abgelehnten Seiten) trägt zu einer Versöhnung mit den an deiner Person abgelehnten und abgespaltenen Persönlichkeitsanteilen bei.

Solltest du in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen gemacht haben, die du nicht akzeptieren kannst, und die du verdrängst, dann kann es vorkommen, dass sich ein unangenehmes Gefühl immer wieder einschleicht, wenn du mit einer ähnlichen Situation konfrontiert wirst. Deshalb ist es wichtig, sich das ursprüngliche Ereignis wieder in Erinnerung zu rufen und dieses wieder vergegenwärtigt wird, um es danach aufzulösen. (Auch im NLP – neurolinguistisches Programmieren – wie etwa durch EMDR- Augenbewegungs-Desensibilisierung und Wiederaufarbeitung – wird das einprägsame Ereignis in Erinnerung gerufen und danach mit erfreulichen, positiven Gefühlen verknüpft, damit eine Auflösung der Blockade stattfindet.)

Haus der eigenen Persönlichkeit
Haus d. Persönlichkeit

S… Stärken

In diesem Schritt geht es um die Stärkung deines Selbstwertgefühls. Hier befassen wir uns mit deinen Ressourcen, Potenzialen und Zielen. Imaginationen in Form von Texten können dir helfen, dir der eigenen Fähigkeiten bewusst zu werden; ein Glücks-Maltagebuch dient dazu, die positiven Momente festzuhalten; Symbole (etwa Tiersymbole) werden herangezogen, um Kraft zu tanken. Der Weg zum Ziel wird visualisiert. Uvm.

Die Arbeit mit Glaubenssätzen

Glaubenssätze sind Sätze und Phrasen, die wir von klein auf wiederholt gehört haben und sie uns auch später immer wieder selbst vorsagen. Wir haben diese Botschaften verinnerlicht und glauben daran. Meist sind sie negativ, wie zum Beispiel: „Ich bin ein Pechvogel“ oder „Das Leben ist ein Kampf“. Zunächst wird diesen Glaubenssätzen nachgegangen, um sie in einem nächsten Schritt positiv umzuformulieren. Aus „Ich bin ein Pechvogel“ wird „Das Glück ist auf meiner Seite“ oder aus „Das Leben ist ein Kampf“ kann zum Beispiel „Ich habe es in der Hand, mein Leben gut zu gestalten“ oder „Mir geht alles leicht von der Hand“ werden.

E … Entspannen

In dieser Stufe werden nicht nur Tiefenatmungstechniken zur Beruhigung geübt, sondern auch in Fantasiereisen Bilder der emotionalen Sicherheit vermittelt, die später abrufbar sind.

Fantasiereisen

Fantasiereisen spielen sich nur in Gedanken ab. In unserer Fantasie können wir überallhin reisen. Alles ist erlaubt. Fantasiereisen haben laut Verena Kast die Funktion, „den Imaginierenden das Erlebnis zu vermitteln, daß es auch etwas gibt im Leben, was sie hält, wo sie sich geborgen fühlen können. Diese Entspannungsbilder sind besonders dort wesentlich, wo die Auseinandersetzung mit Destruktivem ansteht [oder] für Menschen, die auf Konflikte mit körperlichen Beschwerden reagieren […]“ (KAST 2007:177)

Weitere Möglichkeiten, um Entspannung in Situationen der Unruhe herbeizuführen, sind das Malen in der Natur, die Tiefenatmung, Klopftechniken, Trancemalen, autogenes Training oder die progressive Muskelrelaxation.

Malen am Strand

Wenn du alle diese Stufen des EASE-Modells durchlaufen hast, werden Nervosität, Blackout und Prüfungsangst kaum mehr ein Thema für dich sein. Gerne unterstütze ich dich auf deinem Weg, denn ich weiß aus eigener Erfahrung, wie lähmend diese Gefühle sind.

Ich freue mich, wenn du mich über http://www.a-primus.at kontaktierst.

Alles Liebe, A.P.

Literatur

Furth, Gregg M. (1997) Heilen durch Malen. Die geheimnisvolle Welt der Bilder. 3.Auflage. Walter-Verlag: Zürich und Düsseldorf.
Holzinger, Brigitte (2007): Anleitung zum Träumen. Träume kreativ nutzen. Klett Cotta: Stuttgart.
Kast, Verena (2007): Die Dynamik der Symbole. Grundlagen der Jungschen Psychotherapie. Patmos Verlag GmbH & Co.KG: Düsseldorf.
Schemmel, Heike, Dietmar Selig und Ruth Janschek-Schlesinger (2008): Kunst als Ressource in der Therapie. Praxisbuch der systemisch-lösungsfokussierten Kunsttherapie. Dgvt-Verlag: Tübingen.
Sparrer, Insa (2010): Einführung in Lösungsfokussierung und Systemische Strukturaufstellungen. 2.Auflage. Carl-Auer-Systeme Verlag und Verlagsbuchhandlung GmbH: Heidelberg.

Anleitung zum Trancemalen

Wie kann ich am besten abschalten? Wie kann ich meine Kreativität fördern? Wie kann ich meine Gefühle kanalisieren? Trancemalen ist eine gute Möglichkeit, um dich von Zwängen zu befreien und von Blockaden zu lösen.

Wien, 15.07.2018

Liebe Leserin, lieber Leser!

Die Methode des Trancemalens ist einfach und auch alleine durchführbar. Therapeutisch unbegleitet empfehle ich sie aber nur stabilen und gesunden Menschen

In dieser Übung des spontanen Zeichenausdrucks können einengende Vorstellungen überwunden und spontane Fantasien angeregt werden. Auf Youtube finden sich Klänge von „Native Americans“, die sich dafür eignen: Trommelklänge oder Panflötenklänge.

Anleitung:

  1. Klebe ein großes Blatt Papier oder auch eine große Zeitung mit einem Klebeband auf den Tisch, damit es später nicht verrutscht.
  2. Nimm in jede Hand eine Öl- oder Wachskreide.
  3. Drehe die Musik laut auf.
  4. Male nun stehend und mit geschlossenen Augen zur Musik. Bewege nun deinen Körper zu den Rhythmen und stelle keinen Anspruch an die Zeichnung, denn hier geht es nicht um das malerische Ergebnis.

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Je länger dies andauert, desto eher kann ein Alphazustand (Brücke zwischen innerer und äußerer Welt, zwischen Bewusstsein und Unbewusstem) erreicht werden. Dabei werden Botenstoffe, wie das Serotonin, freigesetzt, die für Glücksgefühle und Freude sorgen. Diese Übung kann 5-20 Minuten dauern, wobei du selbst bestimmst, wann du aufhören möchtest.


Weiters möchte ich dir empfehlen, das Malen zu Musik auszuprobieren. Wenn du müde und erschöpft bist, ist dies eine gute Möglichkeit, Energie zu tanken und dich zu erholen.

Malen zu Musik

Alles Liebe, A.P.

http://www.a-primus.at

Malen gegen die Sorgen

„Wie kann ich meine Sorgen loswerden?“ Wenn du dich das fragst, dann ist diese Übung genau das Richtige für dich!

Liebe Leserin, lieber Leser!

Machst du dir zu viele Sorgen? Dann stell doch einmal dein Sorgenmonster in einem Bild dar. Den Sorgen wird ein Gesicht gegeben, wodurch du Abstand gewinnen kannst. Das beklemmende Gefühl wird externalisiert (nach außen verlagert) und verliert an Intensität. Gleichzeitig stellst du dich dadurch einem wichtigen Anteil in dir, deinem Schatten. Dies ist eine Voraussetzung, um dich selbst so anzunehmen, wie du bist.

Der innere Monolog

Wir Menschen haben sehr komplexe Persönlichkeitsstrukturen. Wir reden mit uns selbst, wir träumen und haben verschiedene Seiten, die ihre eigenen Stimmen besitzen. Innerlich schimpfen wir manchmal oder wir denken zärtlich an etwas. Jeder Mensch hat in sich verschiedene Typen, die unterschiedlich ausgeprägt sind. Und so gibt es in uns Stimmen, die uns gar nicht gut tun, oder die auf Grund von Erziehung oder anderen Einflüssen im Leben besonders ausgeprägt sind. Neben dem Sogenmacher machen uns manchmal der innere Kritiker, das Opfer oder der Perfektionist das Leben schwer. Dies sind die Hauptformen des negativen inneren Monologs. (Jeder dieser Anteile hat aber auch eine positive Funktion, denn nichts ist nur schlecht.) Der unten dargestellte Sorgenmacher (Sorgenmonster) rechts im Bild hat seine Bedrohlichkeit allein durch die Darstellung verloren, und dem Malenden ist es sogar gelungen, darüber zu lachen.

Sorgenmacher

Gehe deinen negativen Glaubenssätzen nach

Werde dir zunächst deiner stressauslösenden Glaubenssätze bewusst, indem du sie aufschreibst (Beispiele: „Ich bin wertlos“, „Ich bin ein Pechvogel“, „Niemand mag mich“, „Mit Geld kann ich nicht umgehen“, „Ohne Fleiß kein Preis“, „Das Leben ist hart“ und viele mehr). Ordne diese Aussagen dann den verschiedenen Persönlichkeitanteilen zu, um festzustellen, welcher Persönlichkeitsanteil bei dir besonders ausgeprägt ist. Kritisierst du dich selbst ständig? Glaubst du immer, alle anderen sind schuld? Musst du in allem immer die oder der Beste sein? Oder siehst du alles sorgenvoll? Nimm deine Schattenseiten an, weise aber jene Anteile zurück, die auf destruktive Einflüsse durch Eltern und ErzieherInnen zurückzuführen sind. Wandle dann schriftlich diese negativen in positive Glaubenssätze um. Dann wird zum Beispiel aus: „Das werde ich nie schaffen“ – „Alles läuft wie am Schnürchen.“ oder „Ich habe schon so viel geschafft, dann werde ich das auch noch bewältigen.“

Um, wie im oberen Beispiel beschrieben, dem bestimmten Persönlichkeitsanteil den Ernst und die Schwere zu nehmen, kannst du ihn auch malen.

Wenn dich das Thema interessiert, oder wenn du Unterstützung bei der Erkennung deiner einschränkenden oder vielleicht sogar quälenden Glaubenssätze oder Schattenthemen benötigst, dann kontaktiere mich doch über http://www.a-primus.at

Ich freue mich darauf.

Alles Liebe, A.P.