Wie du lernst, mit einem belastenden Thema besser umzugehen

Wie kann ich das, was mich belastet, und was ich nicht ändern kann, leichter akzeptieren? Die folgende kunsttherapeutische Übung hilft dir dabei!

A.Primus, Wien, 18.09.2018

Liebe Leserin, lieber Leser!

Wir Menschen haben immer irgendwelche Probleme. Sei es ein Streit, Unbehagen in der Arbeit, das Älterwerden, körperliche Gebrechen, Arbeitslosigkeit, Unsicherheit, Einsamkeit, um nur einige zu nennen. Jeder Mensch ist betroffen. Unterschiede gibt es jedoch im Stellenwert, den wir den einzelnen negativen Einflüssen und Befindlichkeiten beimessen. Bei den einen überschattet das Problem das ganze Leben, die anderen haben gelernt, es zu akzeptieren, an Lösungen zu arbeiten und vor allem, nicht nur das Problem zuzulassen, sondern auch jene Anteile, die gut funktionieren, wahrzunehmen.

Die unterschiedliche Wahrnehmung bestimmt, wie zufrieden du im Leben bist. Wenn du meinst, den eher Unglücklichen anzugehören, kannst du etwas dagegen tun, um glücklicher zu werden. Hier möchte ich eine kunsttherapeutische Methode vorstellen, die ich für sehr wirksam halte, denn sie leugnet das Problem nicht, sondern weist ihm einen bestimmten Platz im Leben zu. Das führt dazu, dass wir es einerseits als einen Teil unseres Lebens akzeptieren können, es aber andererseits nicht ins Unermessliche wachsen lassen.

Anleitung:

1. Benenne dein belastendes Thema oder Problem

2. Überlege, welchen Stellenwert du ihm zur Zeit gibst und zeichne locker mit einem Bleistift ein Viereck auf ein Blatt Papier, und zwar in der Größe, die das Thema in deinem Leben einnimmt.

3. Überlege nun: ist das Viereck angemessen groß oder überschattet es alles andere? Wenn Letzteres der Fall ist, dann radiere das Viereck aus und platziere es neu, passe die Größe dem Stellenwert, den du dem Thema in deinem Leben zu geben bereit bist, an.

4. Zeichne den Rahmen des Vierecks dick nach und male nun ein Symbol oder Bild für dieses Problem in die freie Fläche hinein.

5. Außerhalb des Vierecks hast du nun wahrscheinlich eine größere leere Fläche. Diese steht dir für die schönen Seiten in deinem Leben zur Verfügung. Finde Farben, Symbole, Worte oder Bilder dafür, erinnere dich an schöne Momente, denke an Menschen, die für dich da sind, und konzentriere dich auf das Gute, das dir widerfahren ist. Übertrage all das auf die leere Bildfläche außerhalb des Vierecks.

Viereck
In diesem Viereck wurden körperliche Einschränkungen dargestellt. Die warme Farbgebung außerhalb des Vierecks  symbolisiert die positive Seite des Lebens.

Am Ende wirst du erkennen, dass dein Thema oder Problem zwar ein Teil deines Lebens ist, aber auch, dass dein Leben viel Gutes zu bieten hat. Wenn du dein Ergebnis mit mir besprechen möchtest, kontaktiere mich bitte über https://www.a-primus.at

Alles Liebe, A.Primus

Begrüßung

Wien, 10.07.2018

Heute, endlich, habe ich mich dazu durchgerungen, einen eigenen Blog zu beginnen. Liebe Leserin, lieber Leser, ich begrüße dich! Und ich danke dir, dass du hier bist und dir die Zeit nimmst, meinen Blog zu lesen. Ich freue mich sehr darauf, dir in meinen Beiträgen vielleicht einige Anregungen zu kreativen oder gar kreativ-therapeutischen Betätigungen zu geben.

Was dich hier erwartet

Dieser Blog ist eine Ergänzung zu meiner Seite http://www.a-primus.at, die ich dir nicht vorenthalten möchte :). Darin findest du Informationen über mich, über Kunsttherapie an sich und die Hintergründe meiner Online-Kunsttherapie. Im Blog selbst möchte ich gerne über meine Arbeit berichten, über Richtungen in der Kunsttherapie schreiben und nicht zuletzt Methoden vorstellen. Ich möchte meinen Gedanken als jemand, der (nebenberuflich) online arbeitet, freien Lauf lassen. Das soll meiner eigenen gedanklichen Strukturierung dienen und natürlich auch dir, der Leserin und dem Leser, das von mir erworbene Wissen bereitstellen.

Mit wem hast du es zu tun?

Mein Name ist Heidi (A.) Primus. Ich habe Afrikanistik und Pädagogik studiert, die Ausbildung zur Kunsttherapeutin und zur psychosozialen Online-Beraterin absolviert und arbeite seit vielen Jahren im Bildungs- und Sozialbereich. Ich lebe in Wien und genieße ein relativ freies Leben. Ich bin sehr eigenständig, vielseitig und freiheitsliebend. In meiner Freizeit male, lese, handarbeite und werke ich gerne, sehe mir gerne gute Filme und Serien an und interessiere mich für Politik, ferne Länder,  Fotografie, Wohnideen, Naturkosmetik, Mode, Kunst, neue Medien und mehr.

Wie ist die Idee der Online-Kunsttherapie entstanden?

Am Anfang stand die Ausbildung zur psychosozialen Online-Beraterin, weil ich mich gerne schriftlich ausdrückte und in meinem sozialen Job mit zahlreichen Jugendlichen zu tun hatte, die ihre gesamte freie Zeit am PC verbrachten. Davon abgesehen war immer wieder von Sozialphobikern die Rede, die man nur so erreichen konnte. Leider kam in meiner Beratungsstelle keine nennenswerte Online-Beratung zustande, weil sich herausstellte, dass die Jugendlichen nicht gut genug schreiben konnten (oder es auch nicht wollten). Später absolvierte ich dann die Ausbildung zur Mal- und Gestaltungstherapeutin und ließ meine Kenntnisse und Fertigkeiten in meine BeraterInnen-Tätigkeit einfließen. Das brachte mich schon vor 10 Jahren auf die Idee einer Online-Kunsttherapie, die ich damals aber zugunsten anderer Beschäftigungen wieder ad acta legte. Nun ist der Zeitpunkt gekommen, diese Idee zu reaktivieren, weil ich glaube, dass der Zugang zu ihr sehr niederschwellig ist, und ich so mehr Menschen erreichen und sie bei ihren zu bearbeitenden Themen kunsttherapeutisch unterstützen kann.

Ich habe mich aber auch gefragt, ob ein therapeutisches Angebot online überhaupt funktionieren kann, und ob ich durch die Darlegung von Methoden im Blog nicht der kunsttherapeutischen Profession schade. Da ich selbst jedoch seit langer Zeit bibliotherapeutisch an mir arbeite, also mir aus Büchern Wissen über die Psyche und über Möglichkeiten eines besseren Lebens aneigne, denke ich, dass einen Blog zu betreiben, ebenso legitim und hilfreich sein kann. Ich weise darauf hin, dass Online-Kunsttherapie im Falle von akuten psychischen Erkrankungen kein Ersatz für eine Psychotherapie ist. Weiters steht es allen InteressentInnen frei, das Angebot, das ich hier bereitstelle, anzunehmen oder eine persönliche Beratung in Anspruch zu nehmen.

Vorteile der Online-Kunsttherapie

Das Angebot kann zeitlich und örtlich flexibel genutzt werden; du musst das Haus nicht verlassen, um ein therapeutisches Angebot zu nutzen; oder du kannst im Freien, in der Nacht, im Urlaub kreativ sein. Gefühle und Gedanken können durch Bilder oder schriftlich ausgedrückt werden, falls ein mündlicher Ausdruck schwer fällt. Auch kreative Ideen für die Freizeitgestaltung können eingeholt werden. Und vieles mehr……

Ein nächster Beitrag erscheint in Kürze! Alles Liebe, A.P.

Malen am See, A.Primus